Gesundheitliche Vorteile von Bio-Lebensmitteln

Bioprodukte verringern die Risiken für die öffentliche Gesundheit und für die Gesundheit der Landwirte, ihrer Familien und Verbrauchern, indem sie ihre Exposition gegenüber giftigen und persistenten Chemikalien auf dem Bauernhof und in Lebensmitteln, dem Boden, in dem sie arbeiten und spielen, der Luft, die sie atmen, und dem Wasser, das sie trinken, minimieren. Kinder sind besonders anfällig für Pestizide. Das Angebot von Bio-Lebensmitteln und Faserprodukten auf dem Markt gibt den Eltern die Möglichkeit, sich für Produkte zu entscheiden, die ohne diese Toxine hergestellt werden.

Die biologische Produktion trägt nicht nur zur Verringerung der Risiken für die öffentliche Gesundheit bei, sondern zeigt auch, dass ökologisch angebaute Lebensmittel reich an Nährstoffen wie Vitamin C, Eisen, Magnesium und Phosphor sind und im Vergleich zu konventionell angebautem Obst, Gemüse und Getreide weniger Nitraten und Pestizidrückständen ausgesetzt sind.

Während der Nachweis der gesundheitlichen Vorteile des Verzehrs eines bestimmten Lebensmittels eine komplexe Frage zu beantworten ist, mehren sich die Hinweise, dass es einige gesündere Nährwertprofile gibt, die mit dem Verzehr verschiedener Bio-Produkte verbunden sind. So wurde in einem veröffentlichten Forschungsartikel festgestellt, dass organische Vollmilch deutlich höhere Konzentrationen an herzgesunden Omega-3-Fettsäuren enthält als Milch von Kühen, die auf konventionell bewirtschafteten Milchviehbetrieben gehalten werden. In einem weiteren Forschungsartikel wurde festgestellt, dass organische Sojabohnen ein gesünderes Nährwertprofil haben als konventionell angebauten oder gentechnisch veränderten Roundup Ready Sojabohnen.

Wie werden die Tiere biologisch gehalten?

Der Tierschutz hat für Biobauern oberste Priorität. Laut Gesetz müssen EU-Biobauern Tiere ohne den Einsatz von Antibiotika oder synthetischen Wachstumshormonen aufziehen. Außerdem müssen die Bio-Landwirte die Tiere mit 100 % biologischem Futter und sicheren, sauberen und käfigfreien Lebensbedingungen versorgen.

Darüber hinaus müssen die Biobauern ihren Tieren den Zugang zur Natur und zur Weide ermöglichen, damit sie sich frei bewegen können. Tatsächlich verlangen Bio-Standards, dass Kühe mindestens ein Drittel ihres Lebens auf reichem, nährstoffreichem Gras grasen.

Das Ergebnis: gesunde, glückliche Tiere, die ermutigt werden, das von der Natur beabsichtigte Verhalten an den Tag zu legen und weniger Chemikalien wie Pestiziden ausgesetzt sind.